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Ich (15) Stress

von Marianne Freidig

Ein Theaterstück über die Kunst, sich zu benehmen


Manuela bleiben genau 60 Minuten. Sie ringt um die Erlaubnis, ans Konzert von Stress zu gehen. Lügen, drohen, schmeicheln, bocken, einfach abhauen? Sie begegnet in unserem Stück jedoch nicht nur einem Elternpaar, sondern sie wird mit verschiedenen Elternkonstellationen konfrontiert. Und jetzt? Manuela gibt alles. Sie erlebt vom verständnisvollen Vater, der sie ans Konzert fahren möchte bis zur verzweifelten Mutter, die Manuela am liebsten umbringen würde, einen rasanten Spiessrutenlauf durch die Skala gesellschaftlicher Benimm- und Umgangsformen. Die Vorzeichen ändern sich laufend, auch die Personen, die Manuela überzeugen muss. Schafft sie es?

Ich (15) STRESS thematisiert im Kern das Phänomen gesellschaftlicher Umgangsformen. Manuela muss diese bei jeder neuen Elternkonstellation erneut hinterfragen und ändern. Denn: Womit sie bei den einen Eltern punktet, damit punktet sie noch längst nicht bei den andern. Und welcher Stellenwert nimmt dabei ihre eigene Meinung ein? Hat Manuela eine eigene Meinung? Der 15-jährigen wird bewusst, dass Umgangsformen Menschen verbinden, aber auch trennen können. Sie können vor allem schnell erstarren, ihre Inhalte verlieren und auf bedeutungslose Höflichkeit reduziert werden. Deshalb sind keine starren gesellschaftlichen Umgangsformen gefragt; vielmehr muss Manuela ihre Verhaltensweisen ständig hinterfragen.

Regie: Matthias Fankhauser
Spieler: Lilian Fritz, Yvonne Oesch, Mark Roth
Zeitraum: 2008