Schweiz küsst Türkei
von Tina Müller
Schweiz küsst Türkei: Ein Theaterstück über Liebe, Religion und Rassismus
Jonas hat sich in den Ferien verliebt. Für seine beste Freundin Luiza ist das eigentlich kein Problem. Nur dass sein Schwarm die türkischstämmige, muslimische Aynur ist, macht Luiza Sorgen. Ist doch nicht nötig, findet Jonas. Luiza aber geht mit Aynur zur Schule und hat auch schon von ihrem nicht gerade zimperlichen Bruder gehört. Das kann nicht gut gehen, sagt Luiza. Die beiden Freunde malen sich eine hindernisreiche Liebesgeschichte aus, die so real wird, dass man das Klopfen der aufgeregten Herzen, ob liebend oder fürchtend, bis in die letzten Zuschauerreihen hören kann.
Thema: Ob missverständliche Papstpredigt, Karikaturenstreit, „9/11“ oder der Nahe Osten, wenn es um den Islam geht, ist unser tägliches Brot mit Horrorszenarien bestrichen. Auch über „die Türken“ werden die Bilder in unseren Köpfen von Medien bestimmt und lassen uns mit realitätsfremden Ängsten, Vorurteilen und Pauschalisierungen zurück. Junge Menschen in der Schweiz werden in ihrem Alltag oft mit anderen Kulturen und Umgehensweisen konfrontiert. Sie gehen täglich mit „Andersgläubigen“ in die Schule und dürfen ihre Offenheit trotz häufiger Konflikte und Reibereien nicht verlieren. „Schweiz küsst Türkei“ kreist um unsere Annahme, zu wissen, wie „die anderen“ sind, und um die Barrieren, die wir aus Angst zwischen uns und sie/die anderen stellen.
| Regie: |
Brigitta Soraperra |
| Spieler: |
Oriana Schrage, Philippe Siegel, Andi Peter |
| Zeitraum: |
2006 / 2007 |